Projekte des Lionsclub Cosmas et Damian

Unten finden Sie Berichte über die von uns durchgeführten Projekte

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Schnelle und konkrete Hilfe für Kriegsflüchtlinge

LC-Essen-Cosmas-et-Damian | 01. Mai 2021 | Herr Peter Fütterer
Rasche Lieferung von Medizinproduktion in die Krisenregionen der Ukraine und Angebote der Jobvermittlung über die Zusammenarbeit mit der Initiative der "Joblinge Ruhr gAG".
Hilfstransporte in die Ukraine
Fast wöchentlich geht ein Transporter aus Kettwig an ein Sammelzentrum. Vorher beschriften die Clubfreunde Michael Esser und Carsten Krüger die Kartons mehrsprachig und mit Rotkreuz-Symbolen. Mitte Mai waren schon Güter im Wert von über 30.000€ auf den Weg gebracht. Die Bilder aus den Kriegsgebieten lassen ahnen, dass der Bedarf eher steigt. |

Lieferung von Medizinprodukten

Bereits seit März sammeln die Lions von Club Cosmas et Damian Spenden, kaufen über den Apotheker Martin Fischer von der Adler-Apotheke im großen Stil Medizinprodukte und finden immer wieder neue, verlässliche Wege, um das Material in Krankenhäuser und Verbandsstationen in der Ukraine zu transportieren.

Fast wöchentlich geht ein Transporter aus Kettwig an ein Sammelzentrum. Vorher beschriften die Clubfreunde Michael Esser und Carsten Krüger die Kartons mehrsprachig und mit Rotkreuz-Symbolen.

Mitte Mai waren schon Güter im Wert von über 30.000€ auf den Weg gebracht. Die Bilder aus den Kriegsgebieten lassen ahnen, dass der Bedarf eher steigt.

Über diese spontane Hilfe hinaus wird nun klar, welche Auswirkungen die Kriegsflucht auf unsere Region hat:

  • Über 6.000 Menschen sind bereits in Essen von der Servicestelle registriert worden,
  • ca. 35 % sind Kinder und Jugendliche
  • Täglich kommen in Essen ca. 200 Schutzsuchende hinzu.
  • Die meisten Geflüchteten gehen von einem mehrjährigen Verbleib in Essen aus
  • viele von ihnen sind traumatisiert
  • Sie benötigen Beratung und Begleitung auf dem Weg durch unsere Bürokratie
  • Sie benötigen Unterstützungen der Bürger
  • Kinder und Jugendliche benötigen sehr spezielle Förderungen und Hilfen

Mit dem Verein „Interkulturelle Assistenz“ e.V. Essen wurde ein Programm entwickelt und aus Spenden gefördert, bei dem erfahrene Mitarbeiter-innen, die, aus einem anderen Kulturkreis kommend, eigene Erfahrungen mitbringen, sich in der deutschen Gesellschaft zurechtzufinden. Sie können so hervorragend vermitteln, sich zu integrieren und die Bereitschaft, Erkenntnisse / Gelerntes an Newcomer weitergeben. Sie bringen Know how in Systemischer Beratung, Trauma-Therapien, Erziehungs- und Sprachwissenschaft, Interkulturalität ein.

 

Begegnungs-Cafés, wie sie im Essener VielRespektZentrum schon stattgefunden haben, dienen als Anlaufpunkt und werden inzwischen auch von öffentlichen Stellen als Beratungsstelle genutzt.

Jugendcamps in der Natur sollen Kindern aus der Ukraine und anderen Herkunftsländern Gelegenheit bieten, in Kontakt zu kommen, ihnen Sicherheit zu vermitteln und Vertrauen aufzubauen und kann auch eine kurzfristige Gelegenheit für Eltern sein, sich um den Alltag zu kümmern, ohne sich um ihre Kinder Sorgen machen zu müssen.

Zielgruppe sind Kinder in den Altersgruppen 6 bis 10 und 11-16 Jahren.

Ein weiteres Projekt richtet sich an Jugendliche, die sich am Ende ihrer schulischen Ausbildung befinden, bzw. im Anschluss daran den Übergang in die berufliche Bildung und in die Erwerbstätigkeit meistern müssen. Diese Altersgruppe gilt als besonders gefährdet für Fehlentwicklungen. Dies gilt insbesondere in fremder Umgebung, bei schlechten Sprachkenntnissen, nach Kriegssozialisation. Angesichts der besonderen Zusammensetzung der ukrainischen Schutzsuchenden sollen auch die überwiegend alleinerziehenden jungen Mütter von der Unterstützung bei der Integration in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt profitieren.

Hier gilt es schnell die notwendige Sprachschulung zu fördern und Ausbildungs-/ Weiterbildungs- und Jobangebote zu unterbreiten.

Mit der Initiative „Joblinge Ruhr gAG“ haben wir einen potenten, erfahrenen und hoch angesehenen Kooperationspartner gefunden, der mit seiner Erfahrung und der Unterstützung durch unsere Clubfreunde und deren Beziehungen in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt

  • junge Menschen befähigt - unabhängig von ihrer Herkunft- ihr Potenzial zu erkennen und sich den Ausbildungs- oder Arbeitsplatz selbst zu erarbeiten (Hilfe zur Selbsthilfe)
  • bündelt dafür die gesellschaftlichen Kräfte aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und
  • stellt den Kontakt zu ehrenamtlichen Mentor-innen und Sprachtrainern her

Durch die Aufnahme des Essener Stadtdirektors Peter Renzel in den Aufsichtsrat der Organisation zeichnet sich eine noch bessere Vernetzung ab, die letztlich der Arbeit zugutekommen dürfte und die Professionalität unterstreicht.

Mit der finanziellen und personellen Unterstützung der Lions wird der sprunghaft gestiegene Bedarf mit speziellen Angeboten für die Kriegsflüchtlinge abgefedert.